„The Finals“ in der Hauptstadt

Das große Sport Spektakel in Berlin fand am 3.und 4. August statt. Zehn verschiedene Sportarten kürten an diesem Wochenende ihre Deutschen Meister. Nach Jahren wieder nach Berlin zu einem Wettkampf zu reisen, fühlte sich an wie nach Hause kommen. Viele positive Erinnerungen kamen  mir bereits vor der Anreise ins Gedächtnis. Meine ersten Deutsche Meisterschaften 2008 in der Jugend wo ich Silber und Bronze über 100m und 200m Brust gewann , meine ersten Titel in der offenen Klasse, mehrer Staffelmedaillen, Internationale Siege bei der ISM, Weltcupteilnahme, um nur einige Ereignisse zu nennen.  Zusammengefasst: Ich freute mich riesig auf diese Deutschen Meisterschaften.

Die Strecke besichtigte ich schon am Donnerstagabend mit Sven zusammen. Wir fahren direkt zum Wannsee um zu schwimmen. Er packte seine Badehose ein sodass nur ich schwimmen ging. 🙂 Das Besondere an der Schwimmstrecke waren die ersten 50 Meter. Soooo weit konnte man nämlich reinlaufen. Ich brauchte bestimmt an die 10 Versuche um die perfekte Variante des Rein- und es Rauslaufen zu finden. Eine weitere Herausforderung waren die knapp 90 Stufen zur Wechselzone. Am Freitag hieß es dann nochmal kurz laufen, radeln und ausruhen.

Unser Start war 10:00 Uhr. Ich erwischte einen gute Start und war von Anfang bis Ausstieg an der Spitze. Zusammen mit Laura versuchten wir die ersten Kilometern alleine wurden dann aber von 2 anderen Mädels eingeholt. Doch auch zu viert schafften wir es nicht wegzukommen. Leider kamen dann nochmal 4 Mädels. Im Nachhinein habe ich zu viel für diese Radgruppe investiert, was mir später das Podest kostete. Das Laufen ging leider nicht so fluffig wie zwei Wochen zuvor in Tübingen und so verpasste ich knapp das Podest aber knapp daneben ist eben trotzdem vorbei!!! 😦 Der Holzmedaillen Gewinner ist immer traurig. Mit ein bisschen Abstand war es dennoch ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Ein Grund zum Lächeln gab an dem Tag dennoch. Wir wurden in der Tageswertung dritter mit dem Team, leider reichen diese zwei letzten guten Teamergebnisse nicht aus um unseren dritten Platz vom Vorjahr zu verteidigen.

Viel Zeit zum erholen blieb mir dennoch nicht, denn am Sonntag flog ich zusammen mit der Nationalmannschaft nach Japan, wo dann am 15.8 das Olympische Test Event stattfindet.

Ich werde berichten wir es mir im schwülen heissen Tokyo so ergehen wird..:)

Der Tag der Zweiten Plätze

An das Bundesliga Rennen in Tübingen habe ich sowohl gute als auch negative Erinnerung. 2017 wurde ich auf Grund von einer nicht genommenen Zeitstrafe disqualifiziert, 2018 kam ich wieder und wurde achte-was wird wohl 2019 möglich sein?! 🙂

Nach dem Wochenende in Hamburg, lag der Fokus auf den Deutschen Meisterschaften Anfang August in Berlin sodass wir uns entschieden hatten Tübingen aus dem Training heraus zu starten. Seit dieser Saison bin ich auch verstärkt für die Medien keine völlig Unbekannte mehr, so kam es dass, ich im Vorfeld schon das ein oder andere ein Interview geben musste und lobend erwähnt wurde. 🙂 Coole Sache!!!

Bereits beim Schwimmen konnte ich meine sehr gute Form unter Beweis stellen, einzig und allein eine der besten Schwimmerin in der WTS konnte mir folgen. Auf dem Rad arbeiteten wir sehr gut zusammen und konnten unseren Vorsprung auf unserer Verfolgerinnen ausbauen. Die Laufstrecke führt durch die Innenstadt Tübingens, mit viel Kopfsteinpflaster und es geht viel hoch und runter. Trotz einer umfangreichen Trainingswoche hatte ich vom ersten Meter an sehr gute Laubeine, sodass ich in der zweiten Laufrunde an Emma (der Australierin) vorbei ging und weg lief. Ich lag dann zwischenzeitlich in Führung. Was für ein cooles Gefühl!!! 🙂 Bring es einfach nur noch nach Hause, dacht ich mir. Doch von hinten kam eine Französische Starterin angeflitzt als gäbe es kein Morgen mehr. Anfangs versuchte ich noch mit ihr mit zu laufen doch mein Tank war einfach leer. Mit knapp 10 Sekunden erreichte ich als Zweite das Ziel. Ich war so unglaublich glücklich, das sich der Zweite Platz wie ein Sieg anfühlte. 🙂 Nach dem Rennen, hatte ich ungewohnt viel Medienaufmerksamkeit und musste ich zur Dopingkontrolle.

Das war der Tag der Zweiten Plätze..:) Mit einer Platzziffer wurden wir mit dem Team Zweiter hinter Buschütten.

Erster internationaler Sieg

Step by step—>

Am Montag sind mein Trainer und ich mit einigen anderen deutschen Triathleten nach Tunesien gereist, um dort bei einem Africa Cup Punkte zu sammeln.
Am Tag der Arbeit sprang ich 14:30 Uhr Ortszeit am Badeort Yasmine in die Fluten des Mittelmeeres. Nach ein paar Orientierungsproblemen auf Grund des Wellengangs beim Schwimmen setzte ich mich nach ca. 600 m wieder an die Spitze des Feldes.
Nach einem sehr schnellen ersten Wechsel und einem mutigen und beherzten solo Radfahren hatte ich vor der letzten Disziplin knapp 20 Sekunden vor meinen Verfolgerinnen!
Diesen konnte ich mit der laufschnellsten Zeit auf knapp 2 Minuten ausbauen.

Das Rennen gibt mir auf jeden Fall für das anstehende Weltcuprennen in zwei Wochen viel Selbstvertrauen.

Alles in allem ein gelungener Saisonstart mit vielen neuen Eindrücken von Land, Leuten und um einige Erfahrungen reicher. 🙂

 

Erste Eindrücke

Die Akklimatisierung ist in vollem Gange und mein Körper gewöhnt sich immer besser an Höhe und Wärme, nur leider noch nicht an die extreme Sonneneinstrahlung! 😦  Die Sonne hat bereits ab 9:00 Uhr so eine unglaubliche Kraft! Mittags zum schwimmen muss ich mich sogar in der Einheit eincremen, weil ich sonst verbrenne. Aber es fetzt schon, früh 5:30 Uhr von der Sonne geweckt zu werden und in kurzer Hose und T–Shirt laufen zu gehen! 😀

Bis nächste Woche Dienstag, den 22.1., sind wir in einer gemütlichen kleinen Unterkunft untergebracht,wo uns alle Wünsche von den Hausherrinnen erfüllt werden. Danach werden wir in die Sports Village ziehen.

Die Trainingsbedingungen sind gut, wir brauchen mit dem Rad 10 min wo wir fast den ganzen Pool für uns haben. Radeln macht hier auch Laune, da die Straßen nicht so befahren sind wie in Deutschland! Nur leider ist die Straßenbeschaffenheit nicht ganz so gut. Da ich zum ersten Mal hier in Potch bin, ist es in meinen Augen auch nicht eintönig auch wenn man 60km und mehr immer nur die eine Straße fährt 🙂

Cool ist, dass im Sports Village gleich eine riesige Anlage mit mehreren Rasenplätzen, mehreren Laufbahnen und einem großen Gym ist. Dort trifft man dann schon den einen oder anderen Profisportler im Eisbecken! 👍

Bedrückt hat mich vor 2 Tagen folgende Situation: Wir sind an einer Farm vorbei gefahren, dort haben Arbeiter vermutlich für mehr Lohn gestreikt! Der Fakt, dass wir da mit unseren sauteuren Rädern vorbei gefahren sind und diese Menschen in ihrem Leben nie so viel sehen werden, hat mir den ganzen Tag echt zu denken gegeben! :/

Durch das viele Training und die neuen Eindrücke vergeht die Zeit recht schnell, so dass morgen schon wieder fast eine Woche rum ist.

Nun gut, morgen geht es wieder zeitig los..ich werde euch auf dem Laufenden halten! 🌞

Südafrika is calling

Das Trainingsjahr ist nun auch schon etwas fortgeschritten und ich habe bereits zahlreiche Stunden, wie jedes Jahr im Winter, auf der Rolle oder auf dem Laufband verbracht.

Es wird Zeit zum Vitamin D tanken!!! 😎

Ich sitze gerade im Flieger nach Potchefstroom, denn diesmal geht es nicht wie die letzten Jahre nach Mallorca, sondern ins Klimatrainingslager nach Südafrika mit einem Teil der Nationalmannschaft!

Hier werde ich in einer Höhe von 1300 m und bei einer Durchschnittstemperatur von 33 Grad 4 Wochen lang trainieren!

WOW… ich bin gespannt und aufgeregt was mich alles erwartet, wie ich die Hitze und die Höhe vertrage.

Am Ende des Lehrganges werde ich noch in Kapstadt bei einem Weltcup starten und dann geht es am 10.2. hoffentlich gut gebräunt wieder nach Hause.

Ich werde in den nächsten Tagen einiges berichten 😀

Estland – eine Reise wert

European Championships über die Sprintdistanz und unser Fräulein Caro war dabei!! Am Dienstag Früh ging die Reise nach Tartu  zusammen mit ihrem Coach, mit einem Teil Nationalmannschaft der Junioren und den Paratriathleten los. Im Elite Bereich waren es aber drei Mädels, die aus Deutschland starteten, die ihre Reise aber selbst organisierten.

Auch diesmal hatte Caro wieder etwas Pech mit ihrer hohen Startnummer. Doch nach einem guten 1.  Wechsel war sie in der Verfolger Gruppe mit 10 weiteren Mädels. Die Radstrecke war technisch sehr anspruchsvoll mit einem ziemlich harten Anstieg. Vier mal hieß es hier hoch! Nach dem 2. Wechsel folgte ein baldiges Wiedersehen mit dem Berg. Ein Stück der Radstrecke war zugleich die Laufstrecke. Zweimal Berg hoch und wieder runter. Nach anfänglichen starken Rückenschmerzen fand sie schließlich ihren Rhythmus und finishte ihre erste EM mit einem 17. Platz in der Elite! 🎉

Nach der langen krankheitsbedingten Trainingspause geht es endlich wieder bergauf.